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Wir sind für ein Schwimmbad in Maintal.

Wir hatten auch ursprünglich für einen Neubau gestimmt, als der Neubau mit 20 Mio. Euro unwesentlich mehr als die Sanierung kosten sollte.

Allerdings hätten wir uns dann, als die Neubaukosten aus dem Ruder gelaufen sind, gewünscht, wenn die Sanierung auch nochmals eingehend geprüft worden wäre. Daß sanieren geht, zeigt Hanau z.B. mit dem Heinrich-Fischer-Bad.

Der Neubau sollte zu Beginn der Arbeiten über 45,4 Mio. Euro kosten. Die Mehrheit von CDU, SPD, Bündnis 90/Grünen und FDP hat diese Obergrenze festgelegt. Darin sind ein Zuschuß von 6 Mio. Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) und 1 Mio. Euro aus dem Programm „SWIM-PLUS“ des Landes Hessen enthalten. Den Rest von 39,4 Mio. Euro muß die Stadt durch die Aufnahme von Schulden finanzieren.

Schon hier hegen wir große Zweifel, ob diese finanzielle Obergrenze eingehalten werden wird. Denn wer glaubt ernsthaft daran, daß man den Bau eingestellt und eine Neubauruine stehen läßt, wenn man z.B. schon 20 oder 30 Mio. Euro ausgegeben hat und sich dann herausstellt, daß die Obergrenze nicht eingehalten werden kann?

Zudem war uns die Bauplanung mit einem Puffer von wenigen Wochen zum Jahresende 2027 zu unsicher. Denn 2027 muß das Bad in Betrieb genommen werden, wenn man den Bundeszuschuß von 6 Mio. aus dem Programm SJK erhalten möchte.

Wie sich Ende 2025, kurz nach Baubeginn, heraus gestellt hat, ist der Zeitplan nicht zu halten. Aufgrund von mangelnder Festigkeit des Grundes sind umfangreiche Zusatzarbeiten (700 Betonpfeiler in den Grund einlassen) notwendig, so daß das Bad nun voraussichtlich erst 2028 in Betrieb genommen wird. Die 6 Mio. Euro aus dem Bundeszuschuß sind damit nicht mehr garantiert.

Auch in anderer Hinsicht beruht der Bau auf dem Prinzip Hoffnung. Ein städtisches Schwimmbad bleibt traditionell ein laufendes Zuschußgeschäft, denn mit den jährlichen Einnahmen durch Eintritte ist das nicht auszugleichen. So wird das neue Bad, sobald es eröffnet ist, voraussichtlich jährlich Kosten von 3 Mio. Euro für Schuldendienst und Abschreibung verursachen. Ganz abgesehen von den Betriebskosten. Mittel hierfür sind nicht vorhanden. CDU, SPD, Bündnis 90/Grünen und FDP hoffen auf Mehreinnahmen aus Gewerbesteuer.

Im Moment sinken diese Einnahmen jedoch und auf großen Arealen in den Gewerbegebieten wollen sich Rechenzentren ansiedeln und verdrängen mittelständisches Gewerbe, das Steuern in Maintal zahlt.